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Sepp Lösch löscht den Wissensdurst: Uriges und Kurioses beim Kreiner
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Sepp Lösch
Sepp LöschVon Drachen, Dichtern und Dorf-Originalen: Sepp Lösch packt aus
 
(Sulzbach-Rosenberg WH)Wenn Sepp Lösch zum Erzählen ansetzt, wird die Vergangenheit lebendig. Dass er ein Kenner der dörflichen Seele ist, bewies er am Freitagabend den 13. März 2026 im restlos ausverkauften Saal des Gasthauses Kreiner. Unter dem Motto „Rund ums Dorf“ lud Lösch zu einer nostalgischen und humorvollen Reise durch die Geschichte Rosenbergs ein.
 
Von Originalen und Legenden
Passend zum Ortsnamen eröffnete Lösch den Abend mit einem feinsinnigen Gedicht über Rosen, bevor er tief in die Rosenbergische Anekdotenkiste griff. Er zeichnete lebendige Porträts dörflicher Originale, die viele im Saal noch aus eigener Erinnerung oder vom Hörensagen kannten. Ob Geschichten über den auf der Windschnur ansässigen Hans Wölperer, den Lehrer Karl Zweck oder den Heimatpfleger „Binder Hansel“ – Lösch verstand es, den Charakter dieser Persönlichkeiten mit wenigen Worten einzufangen.
 
Besondere Erwähnung fanden auch der katholische Priester und Mundartdichter Fritz Morgenschweiß sowie die musikalischen Urgesteine Hanse Zechmeier und Schweinsteiger, deren Wirken das kulturelle Erbe der Region maßgeblich prägte.
 
Märchenhaftes im Dialekt
Neben den historischen Fakten und dörflichen „G’schichtl“ kam auch die Fantasie nicht zu kurz. In bestem Dialekt vorgetragen, fesselte Lösch das Publikum mit Sagen und Märchen wie:
  • „Die Jungfrau und der Drache“
  • „Der Geigerpumperl“
  • „Der Ritter und der Handwerksbursche“
 
Die Mundart verlieh den Erzählungen eine Authentizität, die den prall gefüllten Saal sichtlich begeisterte und für manchen Lacher, aber auch nachdenkliche Momente sorgte.
 
Ein würdiger Abschluss
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einer Abordnung der Bergknappenkapelle, die mit traditionellen Klängen für die passende Atmosphäre sorgte. Den emotionalen Höhepunkt bildete das gemeinsame Ende: Traditionsbewusst schloss die Veranstaltung mit dem Steigerlied, das als Hommage an die Bergbaugeschichte der Region noch lange im Saal nachhallte.
 
Ein Abend, der bewies: Die alten Geschichten sind es wert, erzählt zu werden – besonders wenn sie mit so viel Herzblut vorgetragen werden wie von Sepp Lösch.
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